Künstliche Intelligenz und menschliche Entwicklung

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir mit Thomas Christaller, der langjährige Erfahrung in der Forschung zur künstlichen Intelligenz mit einer intensiven Auseinandersetzung zu Fragen menschlicher Entwicklung verbindet. Im Gespräch geht es um Lernen, die Rolle von Erfahrung und Aha-Momenten und darum, wie sich Erkenntnis im eigenen Erleben entwickelt. Gleichzeitig schauen wir auf das Verhältnis von künstlicher Intelligenz und menschlicher Entwicklung und darauf, welche Perspektiven sich daraus ergeben. Eine Folge mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf Lernen und Entwicklung und mit Impulsen eines Gastes, der viele Perspektiven mitbringt. Ihr habt Fragen, ein Feedback oder Lust auf den Austausch? Schaut gerne bei uns vorbei: Homepage: https://www.quest-team.de Instagram: die_potentialentwickler LinkedIn: Quest-Team Philipp Jung GmbH

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00:00:10: Einen wunderschönen guten Tag Jens, mein Lieber.

00:00:14: Ich grüße dich heute einen neuen Folge Denkenswert der Podcast mit Potenzial und du weißt es ich weiß es wir sind heute nicht alleine.

00:00:24: aber erst mal wie geht's dir mein lieber?

00:00:26: Wie ist die Stimmung und das Wetter in Hannover?

00:00:30: Als allererstes kurz drei Sätze übers Wetter sprechen, wenn wir uns nicht am Anfang kurz sagen wie sehr wir uns lieb haben und wenn du nicht zweimal mein Lieber zu Beginn eines Podcasts sagst dann ist es kein Original Denkenswert.

00:00:44: Und von daher wollen wir da die Hörerinnen und Hörern nicht enttäuschen... mitspielen, wenn sie unseren Podcast hört.

00:01:02: Ihr habt eure Haken jetzt machen können und jetzt können wir gucken dass wir inhaltlich einsteigen.

00:01:07: ich freue mich heute sehr drauf aber David erzähl uns wer die dritte Person im Raum ist und wehen wir heute für wie wir finden sehr spannende Themen eingeladen haben.

00:01:19: ja nicht nur Jens mein lieber sondern auch ihr Lieben da draußen!

00:01:23: Heute mit uns hier im Studio einen Freund und Weg begleiten des Questteams seit etlichen Jahren.

00:01:31: Unser Freund Professor Doktor Thomas Kristaller, mit der richtigen Betonung an der Stelle wie ich eben noch kurz gelernt habe heute mit uns im Podcast ganz herzlich willkommen und schon mal vielen herzlichen Dank an dich für deine Zeit!

00:01:46: Hier

00:01:48: in Bonn, wo ich geboren bin und auch seit vielen Jahren wieder lebe.

00:01:52: Scheint die Sonne!

00:01:53: Es soll ca.

00:01:53: zu fünfzehnzig Grad werden über die Feiertage.

00:01:56: Und ja es ist sehr gut, schöner Vormittag.

00:01:59: Beste

00:02:00: Voraussetzung für einen

00:02:01: schönen

00:02:02: Podcast eine neue Folge Denkenswert der Podcast mit Potenzial Ihr Lieben ihr wisst wie's läuft überall zu finden wo es Podcasts gibt.

00:02:11: Ja steigen wir doch direkt ein heute mit unserem Freund hier im Gespräch und ihr fragt euch bestimmt auch.

00:02:19: Wir fragen es uns nicht, weil wir haben ja eingeladen.

00:02:21: wer ist Thomas?

00:02:22: Und was macht Thomas?

00:02:24: Thomas ist einerseits Forscher und Professor für das ganze Thema künstliche Intelligenz hat jahrelang am Frauenhofer Institut in Bonn gearbeitet is aber unter anderem auch immer schon Wegbegleiter der Potenzialentwickler des Questteams hat ein sechsten Dan im Aikido und macht auch immer noch Trainings in einem eigenen Dojo.

00:02:50: Und hat sogar eine eigene Akademie für Lebenskunst gegründet, also wie ihr jetzt schon merkt... Jens und mir uns brennen die Fragen auch schon unter den Fingernegeln, weil was für eine spannende Lebenskombination aus Betätigungsfeldern kannst denn bitte geben zwischen künstlicher Intelligenz, Aikido der ja fernöstlichen Kampfsportart von der ihr bestimmt auch immer schon mal gehört habt.

00:03:15: Und damit verbundenen Lebensweise und einem Akademie für Lebenskunst?

00:03:20: also wir freuen uns sehr auf die nächsten sechzig Minuten ganz spannend.

00:03:27: Zum Einstieg, Thomas würde ich dich einfach mal fragen.

00:03:30: Wer bist du?

00:03:31: Und was sollte man unbedingt über dich wissen damit auch unsere Zuhörer und Zuhöhrerin da noch mehr Eindruck bekommen?

00:03:37: Ich bin

00:03:37: in der Regenländer und ich bin eine Alt-Achtundsechzige auf Hochdeutsch.

00:03:48: kann mit autoritären Systemen überhaupt nicht leben.

00:03:52: Okay, ja spannend!

00:03:54: Da werden wir bestimmt später nochmal drauf eingehen.

00:03:56: Erzähl uns doch mal in der Kurzfassung ein bisschen was über deinem Lebensweg.

00:04:02: und einfach so wer bist du wo kommst du her?

00:04:05: Was sind deine Schwerpunkte die ich eben genannt habe?

00:04:08: und wie kommt es dazu dass wir heute dich als unseren Gast im Podcast haben?

00:04:14: Ja gerne also.

00:04:15: wie gesagt Ich bin den Bonn geboren auch aufgewachsen.

00:04:18: mitten in der Stadt, also Jahrgang.

00:04:21: Ich bin seit meinem dreizehnten Lebensjahr immer in Gemeinschaften gelebt.

00:04:26: Mit dreizehn bin ich auf einem Internat gekommen – in Itstein im Thornos und bis zum Abitur.

00:04:31: Dann war ich zwei Jahre bei der Bundeswehr.

00:04:33: Das war auch die Zeit, in der damals die Sowjetunion in der Czechoslovakie einmarschiert ist.

00:04:39: Und ich erinnere mich, dass sich bei den schweren Pionieren in Köln-Longerich dann mit scharfer Munition ausgestattet wurde in unsere Gefechtsstellen ausgezogen sind, bis die Situation sich da entspannt hat.

00:04:54: Ich habe dann bei der Bundeswehr eine Offiziersausbildung auch gemacht.

00:04:57: aber nach zwei Jahren bin ich dann gegangen und habe dann studiert zuerst im Marburg zweijahrelang Mathematik und Physik und danach in Bonn Mathematikkund Informatik und auch an den Studienorten Marburg und Bonn war ich immer von Anfang an in Gemeinschaften, also immer mit anderen Menschen zusammen.

00:05:17: Also es war total witzig erste Semester die erste Vorlesung dort und ausgerechnet in der ersten Reihe habe ich mich hingesetzt und neben mir saßen da noch drei, vier andere.

00:05:29: Und das waren genau diejenigen mit denen ich dann die nächsten zwei Jahre zusammengearbeitet habe also die sozusagen die ... Das übereinstimmende Merkmal war wir gehen nicht in die letzte Reihe sondern der sitzen in der ersten Reihe.

00:05:43: Auch nach meinem Studium habe ich an der Universität gearbeitet.

00:05:47: Zuerst in Forschungsprojekten, an der University und dann schließlich bei der Frauenhofergesellschaft.

00:05:53: Und das waren immer auch relativ – wie soll es sagen?

00:05:56: Gruppen, soziale Organisationen, in denen ich war und den nicht nur sachlich-fachlich mitgewirkt habe sondern auch immer etwas für die Gruppe selber gemacht

00:06:07: habe.

00:06:08: Sehr schön.

00:06:08: Ja, vielen herzlichen Dank!

00:06:10: Wahnsinn was für ein spannender Werdegang.

00:06:12: auch direkt zum Beginn die Story mit den Gefäßstellungen und ich kann mir gar nicht vorstellen als jemand der nur den sozialen Wehrdienst gemacht hat wie das sein muss?

00:06:24: Und das Gefühl ist wenn man da auf einmal so solch einen Befehl oder solche eine Anweisung erhält, da scharfe Munition in die Hand gedrückt kriegt und gesagt kriegt.

00:06:34: Da müsst ihr euch jetzt mal aufreihen.

00:06:37: Das ist ja heute auch wieder näher als man denkt und deswegen wahnsinnig spannend da mal drauf einzugehen.

00:06:46: Meine Frage wäre, wenn dein Leben ein Algorithmus wäre Thomas?

00:06:51: Welche Schritte wären zentral gewesen und welche Entscheidungen hätten ihr geprägt?

00:06:57: also das das Wichtigste waren dass ich sehr früh lesen gelernt habe und schon im Grundschulalter, also Volksschule hieß das damals, schon als Professor bezeichnet wurde.

00:07:10: Weil ich immer mit einem Buch in der Hand war und natürlich irgendwie mitbekommen hatte was drumherum lief aber tatsächlich nicht wirklich ansprechbar war.

00:07:19: Also ich war versunken in diesen Büchern unter anderem Karl May, aber nicht nur sondern auch andere Bücher die ich dann gelesen habe.

00:07:27: Das war für mich sehr wichtig also in Gemeinschaft leben und das lesen.

00:07:32: Und dann ist es für mich im Nachhinein bis heute sehr überraschend, dass die wichtigsten Entscheidungen in meinem Leben zufällig kamen.

00:07:42: Also sie sind nicht durch lange Überlegung und feste Ziele vorgenommen und die beharrlich konstant verfolgen sondern ich habe gelebt und da kam eine Situation und eröffneten sich Alternativen.

00:07:55: habe ich dann eine Alternative genommen, die dann auch mein Leben verändert hat.

00:08:00: Ich

00:08:00: will ein Beispiel nennen bei der Frauenhofer Gesellschaft war ich Institutsleiter über viele Jahre und hatte gelernt dass ein erfolgreiches Frauenhofe-Institut eine gewisse Größe haben muss weil man nämlich nur dann unabhängig von von den eingeworbenen Mitteln auch Grundlagenforschung machen kann, die man erst mal selber intern im Institut entwickeln muss bevor das interessant wird für Wirtschaftsunternehmen.

00:08:26: Und mein Institut war zu klein also es hatte nicht genug Mitarbeiter hat nur hundert nur hundertreißig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:08:34: und ich habe dann schon weil mein Institute auf einem Campus waren in Schloss Billinghofen bei Bonn-Ton noch drei andere Institute benachbart.

00:08:43: Mit dem Institutsleiter war ich befreundet, gute Kollegen usw.

00:08:46: Und hat mir einen ausgeguckt, wo ich mir vorstellen konnte, wir könnten fusionieren miteinander und das wäre super!

00:08:53: Wir wären genau in der richtigen Größenordnung und so... Na gut, und wer hat sich aber gesträubt?

00:08:58: Also er hat mit mir drüber gesprochen, aber hat sich nicht entschieden.

00:09:01: So, und eines Tages bin ich mit meinem Stellvertreter wie das da üblich war nach München gefahren weil da das Headquarter von der Frauenhofer Gesellschaft ist und sind dann mit unserem Institutsbetreuer am ersten Abend zum Abendessen gegangen und ein bisschen gequatscht.

00:09:14: Und dann sagt der Institutsbetreuer zu mir, Herr Professor Kristaller hätten sie Interesse daran mit dem Institute XY das zu übernehmen?

00:09:22: Das war das Institut an das ich als allerletztes gedacht hätte mit dem zusammenzugehen.

00:09:27: Dann habe ich meinen Stellvertreter angeguckt und mein Instituts-Betreuer hat gesagt ja!

00:09:32: Und das war die Entscheidung, die wir da getroffen haben.

00:09:35: Und dieses andere Institut war im Multimedia-Bereich tätig was zuerst mal mit KI überhaupt gar nichts zu tun hat.

00:09:42: aber wenn wir uns heute angucken dann ist Multimedia die Datenbasis für die KI Systeme und die hatten damals schon zum Beispiel die neue züricher Zeitung komplett digitalisiert und ein Informationssystem da oben drauf gebaut um das zu erschließen für ich glaube zweihundert Jahre neue Züricherzeitungen.

00:10:01: also Es waren ein paar Hundert Ausgaben, die da zu digitalisieren waren.

00:10:05: Und es war eine super Entscheidung!

00:10:07: Aber Zufall...

00:10:08: Also würde ich sagen wenn du das so erzählst ist das ja ne Mischung aus Self-fulfilling Prophecy.

00:10:14: So dass is der Professor schon ganz früh Ich sag jetzt mal Salop Fanat in die Bücher und hast da dein Wissen und deine Welt gefunden.

00:10:22: Später ist ein Professor aus dir geworden und ganz klarer Haltung zu dem Flow of Life.

00:10:28: Situationen entstehen im Leben gar nicht explizit um irgendwie eine große Zielsetzung und der dann nacharbeiten step by step sondern einfach offen sein für die Möglichkeiten, die das Leben einbietet.

00:10:41: Genau so ist es!

00:10:42: Super spannender Weg.

00:10:44: schon mal vielen herzlichen Dank Für den einen Blick.

00:10:47: Jetzt haben wir unseren Hörerinnen und Hörern ja auch schon mal vorweggenommen, dass du nicht nur an der Frauenhofer-Institut für die Forschungsgemeinschaft gearbeitet hast sondern ja auch ein großes Interesse und eine Riesenleidenschaft im Bereich Aikido hast Und da bis heute in einem Dojo auch praktizierst und auch Schulungen und Unterricht gibst Wie kam das denn zustande?

00:11:15: da, der Lebensweg hingeführt.

00:11:17: Und wie ist so eine Kombination?

00:11:19: Wo das eine ja sehr kopfmäßig und sehr in dem denkenden Bereich ist sowas Körperliches und auseinandersetzendes und trotzdem ja energetisches zu machen.

00:11:30: Ja auch wieder eine völlig zerrückte Geschichte!

00:11:34: Ich habe ab meinem zehnten Lebensjahr immer Sport gemacht und zwar zuerst Schwimmen viele Jahre hier im Bonn gibt es den SSF-Bonnen ziemlich bekannte Schwimmpfe ein wo ich eben als Jugendlicher auch schon an Wettkämpfenthal genommen hatte.

00:11:49: Und dann bin ich ins Internat nach Idstein gegangen und Idstein im Taunus ist ein kleines Städtchen, das hat einen Freibad aber kein Hallenbad.

00:11:57: also ging das mit dem Schwimmen nicht mehr, zumindest nicht in der Zeit wo das Freibad geschlossen war.

00:12:04: Und dann habe ich angefangen, Bodenturnen zu machen und unser Lehrer dort im Verein waren ehemalige Akrobat und er hat mit uns eigentlich auch Acrobatik gemacht.

00:12:15: Das hat mir sehr gut gefallen.

00:12:17: aber in der Oberstufe also wie es aufs Abitur zu ging bin ich ans Laufen gekommen und habe dort Mittelstrecke, Langsträcke gelaufen, auch an Wettbewerbenteil genommen... und habe das dann in meiner Bundeswehrzeit fortgesetzt.

00:12:31: Dann im Studium, also mit Anfang zwanzig, bin ich wie gesagt nach Marburg gegangen und habe aber außerhalb von Marburg gewohnt noch überhaupt gar nicht modern und ich hatte einfach keinen Bock alleine durch die Wälder dort zu laufen, obwohl das sehr schön ist da.

00:12:48: Und habe dann im Hochschulsport nachgeguckt was es da Interessantes gibt und was hier meinen Stundenplan gibt weil ich nämlich verrückterweise sowohl Mathematik als auch Physik als Hauptfach studiert habe.

00:13:00: Weil mein bester Freund den ich damals in der ersten Reihe in der Ersten Vorlesung kennengelernt habe Er hatte im Hauptfach Physik und ich hatte ihm Hauptfach Mathematik.

00:13:08: Wir haben gesagt, wir wollen alles zusammen machen!

00:13:10: Und er hat dann auch Hauptfach-Mathematik genommen und ich Haupt für Physik.

00:13:14: Okay

00:13:14: also ziemlich enger Stundenplan und da bin ich dann auf Juju zugestoßen.

00:13:19: Das war eine sehr interessante Gruppe.

00:13:21: Hat mir auch Spaß gemacht.

00:13:22: Dann bin ich mit Zweiundzwanzig nach Bonn gekommen fürs Hauptstudium und damals gab es ja noch Telefonbücher.

00:13:28: Ich habe sie ins Telefonbuch geguckt und schaut da irgendwas mit Jujutsu steht, tatsächlich gab's da einen Verein.

00:13:35: ich rufe gerade an eine Frau meldet sich Ja!

00:13:38: An dem Tag zu der Uhrzeit am dem Ort gibt es Training Und dann gehe ich hin und da gab es kein Jujitsu sondern das war Aikido.

00:13:45: und seitdem mache ich Aikidon.

00:13:47: Wie das Leben so spielt klassischerweise und man kann das in den sämtlichen Philosophen philosophischen Sprachen ausdrücken.

00:13:55: Die Wege des Herrn sind unergründlich, fiel mir da jetzt als erstes ein direkt mal zwei Euro in die Phrasenkasse.

00:14:01: Ja spannend wie das Ganze dann einfach so entsteht und wieso Situationen entstehen.

00:14:07: wenn wir ja natürlich ne sind wir nicht umsonst Potenzial entwickeln und beschäftigen uns viel mit dem in Trenn sich liegenden Potential und vor allen Dingen dem was vielleicht noch nicht entdeckt oder nicht entwickelt ist.

00:14:21: du kennst unsere Arbeit ja auch sehr, sehr gut.

00:14:23: Dadurch, dass du ja auch schon die letzten twenty-fünf Jahre das Quest Team durch etliche Vorträge und Zusammenarbeit begleitest!

00:14:31: Wenn du jetzt auf dein Leben schauen würdest... Potenzial in deinem Leben.

00:14:36: hat dich denn am meisten überrascht, dass das in dir liegt als es zum Vorschein kam.

00:14:41: Könntest du das irgendwie benennen oder könntest du da sagen Das war was?

00:14:44: Da war ich schon selbst von mir überraschte, das kam

00:14:46: Ich kann gut unterrichten!

00:14:48: Das hat sich so herausgestellt.

00:14:50: Als Jugendlicher, als Kind Jugendlicher war ich eine Leseratte also eher nicht so sehr mit anderen... Ich hatte zwar Freunde in der Schule klar aber ich war jetzt nicht so der Gruppentyp Und tatsächlich hat sich das herausgestellt, dass ich einfach gut unterrichten kann.

00:15:07: Meine erste Veranstaltung an der Universität waren Programmierkurs in den Semesterferien und zwar die Programmiersprache LIS.

00:15:15: Das war damals ... hauptsächliche Programmiersprache in der KI-Forschung weltweit und da habe ich eben zwei Wochen lang ein Lispkurs gegeben.

00:15:23: Und ja, also das Feedback zumindest nach meiner Erinnerung war überwältigend gut!

00:15:28: Das ist eigentlich bei den meisten Kursen oder auch Vorträgen die ich gemacht gehalten habe immer auch der Fall gewesen.

00:15:35: Also sie menschen nachher kamen und sagten vielen, vielen Dank dass und das habe ich gelernt uns so weiter... Punkt, der beim meinen Vorträgen bei meinem Unterricht eine Rolle spielt ist.

00:15:48: Dass ich schaue dass die anderen Aha-Effekte haben das heißt es geht mir darum erkenntnis anzustoßen ob ich dann mit der jeweiligen Erkenntnis übereinstimme und auch dieselbe kenne.

00:15:59: Das ist mir ziemlich egal.

00:16:01: aber dass die Anderen Leute nicht nur Wissen an eignen also encyclopedisches wissen was dann auswendig gelernt irgendwie wieder reproduziert wird sondern Erkenntnis über irgendeinen Sachverhalt in der Welt oder in sich selber.

00:16:15: Und das liegt mir auch wirklich am Herzen?

00:16:18: Ja,

00:16:18: wunderbar!

00:16:19: Das passt ja auch zu einem von unseren Ansätzen, der ja eigentlich nur sagt, dass manches Wachstum einfach nur einen Impuls braucht.

00:16:27: Welches Wachtstum darf voraus hier vorgeht und was da am Ende bei rumkommt – das ist ja Ergebnis offen, das wollen wir ja auch nicht steuern aber manchmal braucht es nur den Impuls sehr schön großes Potenzial.

00:16:39: Auf jeden Fall ist Wissensvermittlung, weil jeder von uns kennt glaube ich auch diesen ein Lehrer den bestimmt jeder hatte wo man sich gedacht hat okay vom theoretischen wissen ist das ein guter Lehrer aber jetzt von dem Neugier in jemandem zu entfachen irgendwie sich einen Wissen anzueignen oder sich das beizubehalten war vielleicht nicht sein Potential und seine Stärke.

00:17:02: insofern ja Vielen herzlichen Dank.

00:17:04: Meine letzte Frage und zu dem Bereich, das wir erstmal ein bisschen erfahren wollten bevor wir in verschiedene Thematiken tiefer einsteigen wer ist eigentlich dieser Thomas hinter den Professoren und Doktortitel wäre wenn nach all diesen Erfahrungen an denen du uns jetzt auch hast teilhaben lassen was ist das was dich heute noch am meisten antreibt?

00:17:28: also ich habe länger über diese frage auch schon nachgedacht.

00:17:31: Und das, was mir am wichtigsten ist in menschlichen Gemeinschaften dafür zu sorgen oder mit dazu beizutragen.

00:17:38: Dass es den Menschen dort gut geht und dass sie auch Gutes tun.

00:17:42: Also es geht mir nicht darum, dass man für sich das Beste macht also besonders reich wird, besonders mächtig wird als solche Dinge.

00:17:50: Das interessiert mich überhaupt gar nicht.

00:17:52: aber dass die Menschen miteinander gut auskommen, ein gutes Miteinander haben und dass sie auch etwas tun was außerhalb der eigenen sozialen Gruppe auch Gutes bewirkt.

00:18:04: Das ist das was mir am Herzen liegt.

00:18:06: Es hat wahrscheinlich auch dazu geführt dass ich schon in Teenager Alte also mit sechzehn in die SPD eingetreten bin und bei den Juzus war in Hessen Süd die waren damals ganz links und bin dort auch als Delegierter gewählt worden Bezirksparteitag der SPD und habe mich da sogar getraut, mich zu Wort zu melden, bin dran gekommen und hab gesprochen.

00:18:30: Ich weiß nicht mehr worüber aber diese Art von Engagement das ist das was mir wichtig ist und das auch so zu vermitteln dass andere dass in ihrer Art aufgreifen und auch leben.

00:18:41: Ja, sehr schön!

00:18:42: Das hört sich ja ganz danach an was wir auch... ich will jetzt nicht Predigen sagen aber versuchen zu vermitteln das nachhaltigste was man so machen kann ja eine intrenzige Motivation ist und das hört sich bei dir ja wirklich danach an von tief, tief innen kommt für dein Weg und deine Arbeit.

00:19:01: Jetzt haben wir hier ja schon knapp zwanzig Minuten gesprochen und Jens ich vermiss dein Stimmchen!

00:19:07: Insofern würde ich doch jetzt mal überleiten und sagen Jens was liegt dir denn noch auf dem Herzen?

00:19:14: Und welche brennenden Fragen hast Du dir dennoch aufgeschrieben und notiert an unseren Thomas.

00:19:20: Ich hätte euch jetzt auch sonst sehr gerne einfach noch ein bisschen zugehört, das war gerade so'n schöner Redefluss mit Informationen und Punkten die ich auch persönlich total interessant fand.

00:19:32: Lass uns mal reingehen!

00:19:34: Wir haben dich jetzt hervorgestellt als jemanden der viel mit KI geforst hat, als jemand derbe auch eine andere Sichtweise auf bestimmte Dinge hat Momentan dennoch ja eins der größten... Themen mit der größten Medienpräsenz, mit der grössten Aufmerksamkeit.

00:19:53: Ich sag immer schreib irgendwie KI auf einem Produkt oder schreib drauf mehr Proteine und die Leute kaufen es weil das sind beide so Schlagwörter sind!

00:20:03: Mit denen kriegt man wie Menschen.

00:20:05: Lass uns doch mal drauf gucken.

00:20:08: du hast dich ja sehr lange mit dem Thema beschäftigt.

00:20:12: gibt's denn heute schon Sachen wo du sagst Mensch da ist die KI vielleicht schon besser als vier Menschen.

00:20:18: anderen Seite vielleicht auch Dinge, wo du sagst da liegen halt aktuell noch ganz klare Grenzen.

00:20:25: Und da ist der Hype will ich als Wort gar nicht benutzen weil hat ja auch viele positive Dinge und Hype verbindet man dann auch teilweise mit negativen Geschichten.

00:20:34: aber du weißt was sich fragen will und was.

00:20:37: sind da so deine Eindrücke zu?

00:20:39: Ja sehr gerne.

00:20:40: das erste ist Künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik, so wird es zumindest gesehen und es geht darum technische Systeme zu entwickeln.

00:20:49: Es ist also Engineering!

00:20:51: Es kommt heraus – ein technisches System das für bestimmte Aufgaben konstruiert und spezialisiert wurde.

00:20:57: Mein bildhafter Vergleich ist um das besser zu verstehen was da einen Unterschied zwischen Mensch- und künstlicher Intelligenzen sein kann, dass wir ein anderes technisches system schon vor längerer Zeit realisiert haben die Menschen nämlich Bagger.

00:21:11: Und die Baggerschaufel ist in einer gewissen Weise eine Nachbildung der menschlichen Hand, oder?

00:21:16: Wir können mit der menschenlichem Hand in die Erde reinpacken und daraus heben und beiseite legen.

00:21:21: wir können am Sandstrand machen.

00:21:23: Die Kinder ja schon mit der Hand in den Sand reingehen und Sandbogen bauen so.

00:21:27: Der Bagger ist diese Funktion auch mit der Hand ausüben können, nachgebildet worden.

00:21:34: So wie sieht das aus?

00:21:35: Der Bagger kann viel besser baggern als wir mit den menschlichen bloßen haben.

00:21:40: aber er kann nicht stricken und der kann auch nicht andere Menschen streicheln.

00:21:45: Er kann keine Blumen schneiden, der kann nicht kochen mit seinen Händen.

00:21:49: Das heißt also wir müssen uns klar machen jenes technisches System wird realisiert damit es eine bestimmte Funktion und Aufgabe besser erfüllt, als wir Menschen das ohne dieses technisches System können.

00:22:04: Und das trifft auch für die KI zu.

00:22:06: Das heißt also, bestimmte Dinge kann ein KI-System heute schon oder in der Vergangenheit besser als wir menschen.

00:22:12: Zum Beispiel in der heutigen Zeit massenhaft Daten zu nehmen sozusagen auch präsent zu haben und aus diesen massenhaften Daten Schlüsse zu ziehen oder Schlussfolgerungen zu entwickeln, oder Zusammenfassung zu machen oder Tendenzen daraus zu erkennen.

00:22:31: Wir Menschen können das auch!

00:22:33: Wir können auch viele Daten aufnehmen und daraus Schlüsste ziehen wie die Welt sich in der Zukunft entwickelt aber überhaupt nicht so gut wie ein KI-System.

00:22:43: Aber ein KI System kann nicht mein Lebenspartner werden, also zumindest die heutigen KI-Systeme.

00:22:48: Und ich sage dann immer wenn es darum gehen würde ein technisches System zu realisieren was möglichst ähnlich ist zu einem Menschen Dann würde ich als Ingenieur sagen Es gibt einen ganz einfachen Weg Menschen super menschenähnliche Systeme zu machen nämlich Kinder in die Welt setzen.

00:23:06: Also Wenn wir wirklich Menschen ähnliche System haben wollen dann lasst uns bitte Kinder in der Welt setzen und sie sind uns Menschen sehr sehr ähnlich.

00:23:14: Wenn man Eltern ist, dann merkt man auch die sind einem manchmal auch ein bisschen fremd.

00:23:19: Völlig normal!

00:23:20: Aber dafür muss ich nicht Computerchips zusammensetzen und auch keine Roboter bauen.

00:23:25: Also menschenähnlichste Systeme, das kriegen wir selber hin – und zwar am besten!

00:23:29: Weil da ein paar Millionen Jahre Evolution dahinter stehen, wir sind absolut optimiert für die Dinge, die für uns selbst auch wichtig

00:23:37: sind.".

00:23:37: Das ist

00:23:38: sehr cool wie du das mit so zwei ganz einfachen Bildern ausgedrückt hast und damit jetzt auch so eins-zwei Fragen, die eigentlich noch drin gewesen wären gleich mit abgefruhstückt hast, wie man so schön sagt Aber so echt fürs Verständnis nochmal ganz, ganz wertvoll gewesen.

00:23:56: Das heißt wenn wir jetzt auf die heutigen Modelle gucken da geht es ja viel um diese Large Language-Modelle, die uns da viel Arbeit... aufnehmen, dann habe ich dich jetzt so verstanden dass wir nicht Angst haben müssen das nächste Woche Dienstag die Rebellion der Maschinen kommt.

00:24:14: Dass wir aber auf der anderen Seite das auch nicht verteufeln sollten weil wir da halt eine großartige Unterstützung an die Hand bekommen die wir halt selber nur mit viel viel Mühe nachempfinden können, indem wir halt fünfzigtausend Bücher lesen was die KI schon gemacht hat.

00:24:34: Ist das so in diesem Spannungsfeld richtig oder würdest du da noch etwas anderes

00:24:39: sehen?

00:24:39: Also das teile ich.

00:24:40: aber wir müssen auch immer sehen jedes technische System kann auch zu Schaden von Menschen eingesetzt werden.

00:24:49: Ich kann auch mit einem Bagger losfahren in die Straße und lauter Autos beiseite Rammeln, die da am Straßen anstehen.

00:24:56: Dafür müssen wir dann bei den technischen Systemen Regeln entwickeln, unter welchen Bedingungen ist das technische System legal einsetzbar und wo darf es auf gar keinen Fall eingesetzt werden.

00:25:08: Wir haben das verpasst in der Vergangenheit, als die Chinesen Schießpulver entwickelt haben und das in erster Linie benutzt haben um Feuerwerke zu veranstalten.

00:25:18: Und wir das benutzt haben, um dann Gewehre und Pistolen damit zu bauen und Geschosse auf andere Menschen zu schießen.

00:25:24: Das heißt also wir sind auch durchaus in der Lage die Grenzen an technische Systeme zu spät zu setzen und haben dann große Probleme.

00:25:33: Und wir müssen eben auch aufpassen bei der künstlichen Intelligenz, dass wir dort die Regeln klarsetzen.

00:25:39: also eine ganz einfache Regel wenn irgendein Text irgendwo publiziert wird dann steht da dran von Menschen geschrieben oder vom K.E.

00:25:46: generiert, dass man das einfach klar macht ist ein ganz einfaches Beispiel.

00:25:50: aber das geht auch weiter und mein ehemaliges Institut bei Fraunhofer haben sich mit anderen europäischen Forschungseinrichtungen zusammengetan um eben einen Regelwerk zu entwickeln das auch tatsächlich im EU-Parlament und in der EU-Kommission diskutiert wird und den Teilen auch schon in diesem Sinne verabschiedet wurde.

00:26:09: Und wir sehen das ja teilweise heute.

00:26:11: Du hattest jetzt die textgebende KI, aber auch wenn es um Bilder und Videos geht gibt's ja so viele Manipulationsmöglichkeiten, die da halt großen großen Schaden anrichten können?

00:26:22: Genau also dass ist eben was wir gucken müssen wo wir KI nicht eingesetzt sehen wollen und wie man das auch verhindern will.

00:26:32: Denn natürlich diese Fakes bei allen Medien, also Texte Bilder Videos, das dient für die Leute, die diese Faks erstellen dazu dass sie Einfluss nehmen auf andere Menschen Sie manipulieren in ihren Meinungen oder dass sie damit mehr Geld verdienen wollen als wenn sie selber Texte schreiben und selbst fotografieren oder selbst Videos machen.

00:26:56: Und das müssen wir einfach gucken, wie das geregelt werden kann.

00:26:59: Das wird nicht einfach sein!

00:27:00: Auf jeden Fall und da wird auch noch viel viel Arbeit drin stecken.

00:27:06: jetzt... versuche ich mal so ein bisschen zu priorisieren.

00:27:09: Ich könnte jetzt noch in sechszig Fragen über KI stellen und wir gucken, dass wir Lebenskunst einer zweiten Folge machen aber so ein bißchen Lebenskuns soll noch rein.

00:27:20: und trotzdem vielleicht noch zum Thema Training.

00:27:24: du hattest ja auch den Bagger wie gesagt als Beispiel für unsere menschliche Hand die da verbessert wurde.

00:27:32: Jetzt bei der Sprachkai ist es ja häufig viele Datenmengen, die da reingegeben werden als Trainiermasse und daraus kommen dann Modelle, die uns bei bestimmten sprachgebundenen Aufgaben helfen.

00:27:47: Würdest du denn sagen dass man dieses Training einer KI schon mit dem menschlichen Lernen vergleichen kann?

00:27:55: Und wenn du sagst, eher nicht gibt es irgendwas was wir als Mensch vielleicht auch übernehmen können um bestimmte Vorteile zu haben.

00:28:05: Mein Eindruck meine Überzeugung ist das menschliches Lernen in erster Linie über und mit unserem Körper geschieht und im sozialen Kontext mit anderen Menschen.

00:28:17: Die KI-Systeme sind von beiden Dingen total unabhängig.

00:28:21: Also die KI-Systeme müssen nicht erst herausfinden, wie der Straßenverkehr funktioniert und erleben das Bäume wachsen und dass man Getreide ernten kann.

00:28:30: Das ist vollkommen uninteressant für die KI und sie müssen auch nicht gucken, dass sie mit anderen Menschen gut zurecht kommen.

00:28:36: und wenn Sie genau wissen... dass sie in anderen Menschen auch gerne zu einem Glas Bier einladen sollten.

00:28:43: Das Mussten-KI System alles überhaupt gar nicht lernen, sondern die konzentrieren sich wie der Bagger auf das Material was gebaggert werden soll.

00:28:51: und im Falle der KI ist es einfach Datenmengen.

00:28:54: Einfach jede Menge Daten in so großem Umfang, dass wir Menschen völlig überfordert wären wenn wir dieses durcharbeiten wollten oder ob nur uns aneignen wollen.

00:29:05: Und das ist die KI.

00:29:07: Das Lernen, also das Lernen was wir Menschen haben ist da vollkommen verschieden.

00:29:13: Der Punkt ist allerdings der, dass aus der Hirnforschung bestimmte Erkenntnisse darüber wie Neurone funktionieren, dass das in Teilaspekten dann auch in die Lernalgorithmen in die KI-Systeme eingebaut wurde.

00:29:28: Das heißt aber nicht, dass ein Lernsystem in der KI wie allmenschliches Gehirn funktioniert sind einfach nur ein paar Mechanismen.

00:29:36: Das ist genauso wie eine Kamera, ein bisschen wie ein Auge funktioniert.

00:29:40: Aber es ist kein Auge!

00:29:41: Also Leinen für diese Beispiele lohnt es sich schon hier zu sein?

00:29:46: Ich bin auch begeistert.

00:29:47: Jetzt sag nochmal ganz kurz den Vergleich habe ich komplett verstanden.

00:29:52: Gäbe es irgendetwas wo du denn dann sagst dass das menschliche Lernen vielleicht noch einen Mehrwert kriegen kann wenn man irgendwas von der KI übernimmt?

00:30:03: also ich würde mich jetzt nicht irgendwie in mein Arbeitssystem einsperren, würde meiner Freundin sagen wir sehen uns jetzt ein halbes Jahr nicht.

00:30:09: Die Schalosien runterziehen und gucken dass ich isoliert lese aber gibt es irgendetwas was man vielleicht mitnehmen kann?

00:30:17: Ja

00:30:18: also das ist weil ich denke das Lernen von diesen KI-Systemen und von unserem Lernen, dass was fundamental verschieden ist.

00:30:28: Also ein KI- System wird umso besser je mehr Daten es hat!

00:30:32: Wir Menschen werden immer besser, je mehr wir die relevanten Daten haben und daraus lernen – also sozusagen der Selektionsmechanismus, der uns zu einem effektiven Lerner machen.

00:30:44: und es ist nicht die Datenmenge.

00:30:46: Warum der Vorteil bei der großen Datenmenige?

00:30:49: Das natürlich bei zufälligen Prozessen, also wie zum Beispiel Wetter oder so etwas.

00:30:55: Können wir ja nicht auf Jahre hinaus das Wetter vorhersagen weil sich das spontan sozusagen unvorhersehbar verändert?

00:31:01: Bei diesen unvorheersehbaren Sachen ist es dann für die KI-Systeme leichter Vorhersage zu machen, weil sie einfach Massendaten verwenden können und dort in der Lage sind Muster darin zu erkennen.

00:31:15: Das ist etwas, was wir nicht können sondern wir können nur Daten aus der Vergangenheit nehmen und dann aber selektiv benutzen für zukünftige Entscheidungen.

00:31:24: also Ja, KI-Systeme sind nützlich für bestimmte Dinge wie jedes technische System.

00:31:29: Aber für das was uns als Menschen wirklich ausmacht, die kopieren uns an der Stelle nicht sondern dann würden sie ja nur zu derselben Leistung kommen wie wir in der Lage sind und wir wollen ja dass Sie in bestimmten Aspekten einfach besser sind.

00:31:43: also müssen die auch anders agieren.

00:31:46: Das heißt, wir nutzen sie lieber als Ergänzung analog zu Baggerschauffel.

00:31:51: Das wird das Wort der heutigen Folge und gucken dass wir uns in den anderen Aspekten unsere menschliche Intelligenz auf jeden Fall erhalten.

00:32:01: Dann vielen Dank an der Stelle.

00:32:02: jetzt bevor wir uns gleich dem Thema Lebenskunst endlich widmen noch eine provokante Frage die das Ganze so ein bisschen andersrum denkt und so ein Bisschen das technische nochmal wieder hervorholt.

00:32:15: Wenn wir es jetzt komplett umdrehen und du müsstest einen Menschen programmieren, um sein volles Potenzial zu entfalten.

00:32:24: Was wären da so Prinzipien die du ihm mitgeben würdest?

00:32:28: Ich hoffe dass ich nie in die Verlegenheit komme einen anderen Menschen zu programmieren.

00:32:32: tatsächlich aber als Vater als Lehrer oder als Mitglied in einer sozialen Gruppe habe ich natürlich andere Menschen beeinflusst.

00:32:43: Wenn ich was vermitteln möchte, dann liegt es mir in erster Linie daran bei denen die von mir lernen wollen, Aha-Effekte zu erzeugen.

00:32:51: Das heißt dass sie Erkenntnisse haben Also nicht zwingen, dass sie das ABC lernen.

00:32:56: Das Kleine einmal eins oder so.

00:32:58: Das sollen sie bei anderen machen, sondern dass die verstehen, dass Mathematik ein gutes Tool ist um die Welt zu modellieren in bestimmten Aspekte und diese Art von Ah-Effekten zu erzeugen also die Art und Weise wie man überhaupt dahin kommt sein bisheriges Wissen seine bisherigen Überzeugungen Einstellung zur Hinterfragen Und dann zu sagen das was ich jetzt hier erfahren habe steht irgendwo im Widerspruch scheinbar zu dem, was ich bisher auch verstanden habe.

00:33:26: Und jetzt hab' ich's!

00:33:28: Es passt super gut.

00:33:29: Ich muss nur das, was sich bisher gedacht haben ein bisschen verändern und schon passt es dann.

00:33:34: Und man kommt dann weiter.

00:33:35: Also dass ist das worum es mir geht.

00:33:38: ja auch eine Anekdote.

00:33:39: Das weiß ich nur nicht ob mal, ob ich das verständlich rüberbringen kann.

00:33:42: Ich habe Mathematik studiert und mein wichtigster Mathematiker-Professor Wilfried Brauer hat irgendwann im Oberseminar gesagt, ich werde jetzt selber am Vortrag halten damit ihr lernt wie ich mathematisch denke.

00:33:52: Und er hat dann angefangen seinen Vortag zu halten mit einem Tafelanschrieb gemacht und hat für irgendeine Behauptung einen Beweis angefangen.

00:33:59: und mitten in dem Beweis wusste er nicht mehr weiter.

00:34:02: Der Trick ist, in der Mathematik versucht man bei solchen Beweisen detektiv vorzugehen.

00:34:08: Umgangssprachlich heißt das du weißt nicht was der nächste Schritt im Beweis ist.

00:34:12: Du musst eigentlich schon den ganzen Beweis kennen um zu wissen was der nächsten Schritt im beweis ist.

00:34:16: okay und wie viel.

00:34:17: Brauer war's lost?

00:34:18: Er wusste nicht mehr den nächsten Schritt rannte vor uns auf und ab und sagte wie geht es jetzt weiter?

00:34:23: und so wir hatten keine Ahnung und auf einmal sagt er aha lokal ist alles euklideisch ging zur Tafel malte ein koordinar Das heißt also, der Aha-Effekt bei ihm war.

00:34:43: Es geht gar nicht darum eine Formel dahin zu schreiben in diesem Sinne einen formalen Beweisschützenmarkt sondern es geht darum eine Intuition zu haben worum ist mathematischen Satz tatsächlich geht.

00:34:57: Und sein Schwerpunkt war Differenzialgeometrie, also das ist die Geometrie die man braucht um Satelliten ins Weltall zu schicken und das war diese Vorstellung.

00:35:05: Lokal ist alles euklidisch.

00:35:06: Also man nimmt eine kleine Umgebung und da ist alles wieder euklitas gesagt hat drei-dimensionale rechte Winkel zwischen den Achsen.

00:35:14: Eine gerade ist die kurze Verbindung zwischen zwei Punkten und so etwas.

00:35:18: Das ist euklidech.

00:35:19: Auf der Erdoberfläche hat man eine Rundung Und das ist eben nicht euklideisch, sondern da sind die Großkreise.

00:35:26: Die die kürzesten Verbindungen zwischen zwei Punkten wählen.

00:35:30: Das ist auch das was die Fluggesellschaften benutzen um möglichst kurze Strecken zwischen A und B mit dem Flugzeug zurück zu legen.

00:35:37: Die fahren keine gerade lang, sondern eben solche Kurven so.

00:35:40: Und dass es eben wichtig, das zu verstehen, das lokal.

00:35:44: also wenn ich in der Stadt von... Was weiß ich jetzt hier im Bonn?

00:35:47: Von der Anerbarger Straße zum Klufterplatz gehe.

00:35:49: Da ist es eukledisch Es ist eine gerade Bewegung, aber wenn ich von hier nach Tokio gehen will dann ist es ein Großkreis auf dem ich mich bewege.

00:35:58: Und dieses Verständnis muss man haben und dann kann man Mathematik machen.

00:36:01: Ja,

00:36:01: deswegen machen wir was mit Menschen-Hauspruch.

00:36:04: Anwendig!

00:36:04: Da war ich nämlich dann mit meinem mathematischen Verständnis komplett raus.

00:36:08: Ich fand es eine super spannende Exkursion aber das war richtig Mindblowing.

00:36:12: Das war so als wenn du mir jetzt etwas über die Satellitensysteme und das Weltall erzählst.

00:36:17: Grundzüge verstehe ich.

00:36:19: Sobald's da weiter reingeht macht er es bei mir nur noch... Huf!

00:36:22: Und trotzdem finde ich jedes Mal spannend davon was zu hören.

00:36:26: Absolut und jetzt können wir gleich in den Bereich der Lebenskunst wechseln.

00:36:32: Aber tausend Dank, dadurch ist ja auch noch mal deutlich geworden dass die KI besser Sachverhalte verarbeiten kann.

00:36:40: diese geliefert kriegt aber die Intuition die uns Menschen dann ja ausmacht so dieser Ahamomente dieses was ganz Neues Denken Das wird halt schwierig umzusetzen und deswegen KI als Baggerschaufel.

00:36:54: Ja, Rebellion der Maschinen nächste Woche Dienstag wahrscheinlich eher nein!

00:37:00: Und jetzt lass uns gucken bevor wir jetzt weiter, ich könnte noch zwanzig Fragen stellen.

00:37:05: vielleicht bietet sich da ja auch die Chance für eine Folge.

00:37:07: zwei.

00:37:08: aber darum Lebenskunst David, jetzt darfst du auf jeden Fall wieder übernehmen.

00:37:13: Vielen herrlichen Dank.

00:37:14: Wahnsinn was ein Fläch immer wieder diese Exkursionen in doch so abstrakte Sachen.

00:37:20: Und das erinnert mich immer an den Satz, den du mir mal gesagt hast.

00:37:22: Künstliche Intelligenz ist ja eigentlich der falsche Titel weil es hat gar nichts mit Intelligenzen zu tun sondern es ist ja ein programmierter Algorithmus von einer menschlichen Intelligenze gemacht die ja keine eigene Intelligenz hat.

00:37:38: Also die Bezeichnung Artificial Intelligence ist in den fünftiger Jahren geprägt worden als Provokation für dieses neu sich bildende Teilgebiet der Informatik.

00:37:50: Das heißt also, das ist provokativ gemeint gewesen und wurde dann auch so verstanden als Provokation.

00:37:58: Und das ist es bis heute.

00:37:59: aber künstliche Intelligenz heisst nicht dass man künstlich intelligente Systeme macht die genauso intelligent sind wie wir Menschen.

00:38:09: oder wo wir bei uns Menschen sagen das ist Intelligenz beim Menschen.

00:38:14: Ja, vielen herzlichen Dank.

00:38:15: Das finde ich doch ist nochmal ein guter Abschluss gewesen für unseren kleinen Block in dem Ganzen zum Thema künstliche Intelligenz und was das mit Potenzialentwicklung und so zu tun haben könnte.

00:38:28: Wir sind natürlich auch noch total gespannt etwas über Deine Themen und deinen, ich würde jetzt einfach mal sagen auch Herzens Thema der letzten Jahre zu hören nämlich das Thema Lebenskunst.

00:38:42: Und deine Akademie die du ja schon vor längerer Zeit gegründet hast und mittlerweile glaube ich sogar auch verschenkt hast wenn man das so sagen darf oder so sagen kann.

00:38:55: alles mit dem mit der großen Werthaltung eines besseren gegenüber finde ich genial.

00:39:01: nehmen uns doch damit mal kurz auf die Reise.

00:39:04: Was verstehst du unter Lebenskunst?

00:39:06: Und wenn wir dann über Lebenskunster sprechen, woran zeigt sich sowas im Alltag?

00:39:12: Nach meinem Verständnis ist Lebenskunste einfach die Kunst zu überleben und zwar in jeder Situation also nicht nur wenn es einem gut geht sondern auch am schlecht geht.

00:39:21: Wenn die Umstände schwierig werden.

00:39:24: das ist der zentrale Punkt für mich bei der Lebenskunsten.

00:39:28: aber es geht auch darum in welcher Haltung man selber das Überleben dann sich selbst ermöglicht.

00:39:35: Und die Haltung ist, dass man ausgeglichen sein sollte und zufrieden mit dem wie diese Situation tatsächlich im Augenblick ist.

00:39:44: Es ist vergleichbar mit dem was in der Store also in dieser alten griechischen Philosophie auch gesagt wird.

00:39:51: Also Lebenskunst ist einfach die Befähigung in unserem Leben wo wir ja nicht wirklich vorhersagen können Minuten oder Stunden, Tagen, Wochen, Monate Jahre entwickelt.

00:40:05: Das heißt also wir können in diesem Sinne keine festgefügten Pläne haben.

00:40:08: es kann immer irgendetwas dazwischen kommen und schief gehen dass man damit eben auch zurecht kommt.

00:40:14: Also das halte ich für den entscheidenden Punkt wenn es um Lebenskunst geht.

00:40:19: Ja sehr spannend wo der Mensch ja auch vieles

00:40:22: bis zu

00:40:22: alles tut um genau dem aus dem Weg zu gehen diese Unsicherheit sicherzumachen in irgendeinem Plan zu bringen.

00:40:32: Wir haben ja in verschiedenen Folgen auch schon über so Sachen wie Gewohnheitspfade gesprochen, wie der Mensch und du als Gehirnforscher weiß es ja noch besser, wie dieser Mensch eigentlich gleiche Wiederholungen und gleichbleibende Tonusse und sowas liebt.

00:40:48: Wie spannend dann auch das.

00:40:50: dann aus demselben Hause Deinem Hause kommt er sich mit künstlicher Intelligenz, also Programmen die ganz klare Muster verfolgen und in ganz klaren Bahnen laufen von jemanden der sich viel mit Gehirnforschung beschäftigt.

00:41:04: Und weiß das menschliche Gehirne liebt ja so reductionistische Ansätze, die Energie sparen und uns in ähnlichen Abläufen reagieren lassen dann mit sowas wie hey nimm das Leben eigentlich genau so wie es kommt sei in den richtigen Momenten dankbar Wenn es gut läuft.

00:41:23: und in denen, wo's schlecht läuft, steckt nicht den Kopf in den Sand und gibt auf.

00:41:27: Sondern finde einen Weg trotzdem mit dieser Situation umzugehen.

00:41:31: Super, super spannend!

00:41:33: Wie wir ja auch wissen sind viele Menschen im Kopf immer sehr aktiv ohne auch mal wirklich innezuhalten was aus deiner Sicht fehlt ihnen, um wirklich in ihre eigene Kraft zu kommen?

00:41:45: Also gerade in der heutigen Zeit stimme ich dir zu.

00:41:48: Sieht das so aus als ob wir immer mehr... uns nur auf die Prozesse verlassen, die wir sagen dass sie in unserem Kopf stattfinden.

00:41:56: Umgekehrt würde ich sagen Wir machen immer weniger körperlich Aber der Körper ist die Basis unseres Lebens.

00:42:03: Also ohne den Körper kann der Kopf nichts anfangen.

00:42:06: Unser Körper hat zwei Welten und zwar einmal eine Innenwelt Also das Gefühl, was ich über mich habe.

00:42:13: Wenn ich Kaffee trinke, wenn ich Hunger habe... ...wenn ich müde bin oder so etwas.

00:42:18: und die Außenwelt.

00:42:19: Und zwei berühmte Forscher, Maturana vor allen Dingen Humberto Matorana haben gesagt dass die Schnittstelle zwischen diesem inneren Erleben und Körper der Außen Welt ist unsere Haut.

00:42:33: Das heißt also alles was von innen her bis an die Haut geht, das ist unser Innenleben.

00:42:38: Und das, was von außen her kommt, das kommt auf die Haut.

00:42:41: Unser Haut ist auch genau so organisiert, dass sie als diese Schnittstelle funktioniert.

00:42:46: Das heißt wir haben Sensorik in der Haut, die von Außen her Signale aufnimmt – also ob das Sonnenstrahlen sind oder Faustieb, das ist egal!

00:42:54: Wir haben die richtige Sensorika dafür… Oder aber von Innen her, dass wir merken, der Bauch ist voll und ich muss aufs Klo oder sowas.

00:43:02: Das geht auch in die Haut hinein.

00:43:05: handeln wir entsprechen.

00:43:07: Das heißt, was ich als ein Vergeben unserer Chancen ansehe heute ist dass wir uns nur auf die kopfbezogenen Prozesse beziehen und versuchen die zu verbessern aber nicht den Körper mit einbeziehen.

00:43:21: Es gibt neueste Studien die sagen das man die eigene Lebenserwartung verlängern kann durch körperliche Aktivität.

00:43:29: Und guess what?

00:43:30: Was is'n die beste körperliche Aktivitet um mit großer Sicherheit die Lebenserwartung zu verlängern, tanzen.

00:43:37: Das heißt also nicht nur selber den Körper bewegen sondern in der sozialen Interaktion mit einem oder anderen Menschen zustehen andere Menschen zu beobachten, zu sehen.

00:43:46: ah weil wie werden sie sich gleich im nächsten Moment bewegen?

00:43:49: Wie kann ich meine Bewegungen anpassen?

00:43:51: Oder wo kann ich die Führung übernehmen?

00:43:53: Also so etwas und Tanzen ist das Mittel im Alter um die Lebens Erwartung zur Verlängerung und nicht einfach da zu sitzen und Videos zu gucken.

00:44:02: Das funktioniert nicht.

00:44:04: Tägliches Kreuzwort Rätsel hält nicht so fit wie das gemeinschaftliche Tanzen und das habe ich mir auf jeden Fall aufgeschrieben, werde spätestens nächste Woche mit meiner lieben Partnerin mich in einem Tanzkurs einschreiben!

00:44:17: Bei Tanzen muss ich als jemand, der in der Kindheit Aikido gemacht hat auch an Aikiddo denken.

00:44:25: Weil es gibt ja verschiedene andere Kampfsportarten wie Boxen, Kickboxen, Karate die eher eine starre Abfolge haben völlig wertungsfrei.

00:44:34: aber Aikindo wie ich das in Erinnerung habe ist ja Energie nehmen und sie weiter leiten.

00:44:40: würde ich jetzt als Laie, der wirklich nur als Kind Aikido gemacht hat.

00:44:44: Das aber immer toll fand!

00:44:45: Dass jetzt beschreiben... das hat doch auch eine Art von diesen Bewegungsabläufen?

00:44:51: Ist es das vielleicht auch weswegen du das bis heute so gerne und auch noch so viel in deinem Leben praktizierst weil du da deinen Tanz des Lebens drinne gefunden hast?

00:45:01: In einer gewissen Weise ja.

00:45:03: also es gibt ein sehr schönes Buch auf Englisch.

00:45:06: Der Titel ist Also Aikido ist eine ganze Menge, wie Tanzen.

00:45:13: Und tatsächlich ist das so?

00:45:14: Ich muss auch dazu sagen nur zur Klarstellung, Aikidoo und andere Kampf-Bewegungssysteme sind kein Kampfsport sondern eine Kampfkunst.

00:45:24: Das heißt also es gibt beim Aikidor keine Wettbewerbe.

00:45:27: man versucht nicht herauszufinden dass zwei gegeneinander antreten und wer ist der bessere, stärkere, brutalere oder sowas.

00:45:36: Ein Grundprinzip Im Aikido für mich ist, dass wenn man in eine Situation hineingerät wo es aggressiv wird.

00:45:43: Wo ein anderer Mensch aggressiv körperlich auf einen zukommt.

00:45:48: Dass man dieses nicht selber mit Aggression beantwortet also nicht kämpft.

00:45:52: Also Aikidoo ist eine Kampfkunst wo es nicht darum geht besser kämpfen zu lernen Sondern es geht da drum einen Kampf zu vermeiden.

00:46:01: oder.

00:46:02: meine Metapher ist das man eine aggressive Situation auflöst wie eine starke Sonne den Morgennebel auflöst.

00:46:11: Also verschwindet einfach.

00:46:13: und da ist das physische, physikalische Prinzip genau das was du gerade gesagt hast nämlich wenn jemand körperlich auf mich eindringt also angreift dass ich diese Angriffsenergie aufnehme und sie erst ein Stück mit begleite und dann gegen den Angreifer selber zurückschicke und diesen dadurch dahin bringt, dass er nicht mehr in der Lage ist anzugreifen.

00:46:39: Und ein wichtiger Aspekt dabei ist das man selber schaut, dass man nicht verletzt wird?

00:46:44: Klar!

00:46:45: Aber dass man auch schaut, daß der andere nicht verlettet wird.

00:46:49: Das heißt also die Techniken, die man beim Aikido lernt kann man einen menschlichen Körper physisch kontrollieren aber man kann den so kontrollieren, dass der andere keinen Schmerz und keine Verletzung erfährt ja und trotzdem bewegungsunfähig ist.

00:47:04: Ja, sehr, sehr spannend.

00:47:05: Also ich merke auch immer wenn wir hier in einen von unseren Themenblöcken die wir uns so schön rausgesucht haben Jens und Ich erkennt uns Wir haben natürlich ein bisschen Vorarbeit geleistet.

00:47:15: Sonst wäre es ja auch nicht denkenswert Wenn wir uns nicht in roten Leitarten gemacht hätten.

00:47:18: aber ich finde bei jedem einzelnen Themenblock könnten wir einfach noch tiefer einsteigen.

00:47:25: Und je mehr du sagst desto mehr Fragen kommen die ich noch gerne stellen würde damit wir aber in dem ganzen Rahmen bleiben auch nicht aus dem Auge verlieren und hier jetzt nicht die erste Podcast-Folge machen, die einfach drei Stunden dauert oder man einen halben Tag braucht um die anzuhören.

00:47:41: Wäre meine Frage zu dem Blog bevor der Jens uns dann nochmal ein bisschen mit in die Zukunft und in Richtung von einem Abschluss nehmen kann so wie er das ja auch immer liebend gerne macht wäre.

00:47:53: Wie könnte man denn jetzt als aus der Sicht als Potenzialentwickler was für nen Rat könntest du den Leuten da draußen geben diese Beweglichkeit im Inneren aber auch im Kopfmäßigen beizubehalten.

00:48:05: Auch bis ins hohe Alter, um heute das neue Wort Agil durchs Leben zu gehen beweglich zu bleiben weder im Kopf in starre Muster zu verfallen noch körperlich aus dem wie du uns das jetzt gerade dargelegt hast?

00:48:19: Ein Weg ist natürlich an Bewegungssystemen teilzunehmen oder sich in den eigenen Alltag hinein zu integrieren indem man einfach die Beweglichkeit in ihren eigenen Gelenken aufrechterhält, so weit wie das geht.

00:48:33: Und da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten.

00:48:35: Gymnastik gibt es, Yoga gibt es Fällenkreis gibt es also ganz unterschiedliche Systeme und da sollte man sich irgendetwas davon aussuchen und das zu einer Gewohnheit machen die Übungen davon entweder für sich alleine oder in einer Gemeinschaft oder sogar mit Partner diese Bewegung auszuführen.

00:48:55: Also tanzen würde ich zum Beispiel auch dazu zählen.

00:48:59: Das ist das allerwichtigste.

00:49:00: Dann finde ich aus den Kampfkünsten her die Erfahrung, es ist eigentlich gut dass wenn du eine körperliche Bewegung startest das dir im Prinzip in der Lage sein muss diese körperlichen Bewegungen sofort zu stoppen und zurückzunehmen.

00:49:15: Also Beispiel Du willst über die Straße gehen und du hast nicht aufgepasst, fängst an den Schritt vom Bürgersteig auf die Straße zu machen.

00:49:25: Und dann siehst du doch aus dem Orgenwinkel wie ein Fahrradfahrer einen Meter neben dir angebraust kommt!

00:49:30: Dann ist es keine gute Idee, den Schritt, den du angefangen hast zu vollenden weil dann knallt ihr zusammen sondern dass du in der Lage sein musst sofort ohne nachzudenken, ohne zu urteilen einfach den angefangenen Schritt zurückzunehmen.

00:49:47: Ja, nun kannst du aber nicht durch die Gegend gehen.

00:49:49: Du stell dir vor, du läufst durch die gegend und in jedem Augenblick willst du in der Lage sein den Schritt zurückzunehmen.

00:49:55: Dann kommst du nicht vorwärts.

00:49:57: Also das ist die Herausforderung dass du einfach normal gehen kannst oder zum Beispiel auch lau läuft und trotzdem in der Lage bist ohne dass du dauernd deine Umgebung kontrollierend beobachtest dann in der lage sein wird physisch eine Bewegung zurückzunehmen.

00:50:17: Man kann das trainieren, es dauert eine Weile ein paar Jahre aber dann kriegt man das einigermaßen hin.

00:50:22: und der nächste Punkt ist der also Beweglichkeit zurücknehmen einer angefangenen Bewegung.

00:50:27: und die dritte Sache die ich wichtig finde auch körperlich ist Atmung.

00:50:32: wenn wir atmen wenn wir über Atmungen sprechen dann fangen die meisten Lehrer, wenn sie Unterrichten und Atmung spielt eine Rolle, dann fangen die immer damit an einatmen.

00:50:44: Und ich sage immer ausatmen!

00:50:46: Zuerst Ausatmen.

00:50:47: Warum ausatman?

00:50:48: Weil die Muskulatur sich dann entspannt Wenn die Muskulation sich entspannt Dann ist die muskulatur offen Eine ganz andere Bewegung durchzuführen als die mit der du angefangen hast.

00:50:59: Wenn Du einatmest, dann setzt Du entweder die Bewegungen fort oder Du wirst steif.

00:51:04: Also so dann bist du fest.

00:51:07: Während wenn du ausatmest, relax!

00:51:11: Und dann bist Du offen.

00:51:12: und das heißt also in kritischen Situationen ist es eine gute Idee auszuatmen und dann erst ein zu atmen.

00:51:19: Ich finde dass diese körperlichen Aspekte eine gute Basis dafür bilden für die kognitiven intellektuellen Prozesse, die auch in unserem Gehirn stattfinden.

00:51:32: Das heißt also wenn ich mich selber körperlich in einer entspannten in ein entspanntes Gefühl hineinbringe, dann entspannen auch meine Hirnprozesse.

00:51:42: Nicht nur diejenigen, die mit meinem Körper zu tun haben, sondern auch diejenigen die mit meiner Emotion zu tun habe – mit meinen Problemlöse-Mechanismen und so weiter… Auch die entspanneln sich dann!

00:51:52: Das heißt also ich kann mit meinem Körper eine Grundstimmung im Gehirn erzeugen, die wollen wir sagen hilfreicher ist als eine andere Stimmung.

00:52:05: Körperhaltung sorgt dafür, dass man besser nachdenken kann.

00:52:08: Dass man auch eher offene Stellen in den eigenen problemlöse Prozessen finden kann und so weiter.

00:52:13: Ja Wahnsinn!

00:52:14: Weil tatsächlich hast du sogar die Kraft in die Zukunft zu gucken weil so Kleinigkeiten für den Alltag ist auch immer noch mal ein Part bei uns im Podcast Und den hast Du jetzt vorweggenommen.

00:52:28: Wir hätten jetzt heute, oder ich hätte es heute mit einer Premiere angefangen.

00:52:32: Das ist der erste Podcast die erste Folge wo wir nicht das schaffen was wir uns vorgenommen haben.

00:52:38: aber das liegt gar nicht daran dass wir irgendetwas falsch gemacht haben sondern das liegt schlicht und ergreifend daran dass uns die Dinge so unter den Nägeln gebrannt haben dass wir jetzt bei vielen viele Themen noch stärker in die Tiefe gegangen sind.

00:52:54: Und wir haben immer gesagt, dass das Schöne wenn du selber ein Podcast machst.

00:52:58: Du machst ihn ungefähr so lang wie du selber Bock hast bei anderen Podcast zuzuhören und bei uns ist das immer ungefähr eine Stunde.

00:53:07: und die haben wir jetzt heute auf jeden Fall schon gut erreicht.

00:53:11: und deswegen ich finde die anderen Themen zu wichtig als die jetzt so zwischen Tür und Angel nur, weil wir glauben es tun zu müssen noch mit abzuarbeiten.

00:53:21: Sondern hätte stattdessen gesagt du kannst aber natürlich wenn wir mit der Aufnahme durch sind auch Nein sagen dass wir uns irgendwann in zwei tausend sechsten zwanzig vielleicht noch ein zweites mal verabreden und nochmal bei einigen Themen weiter reingehen.

00:53:37: Und wir kriegen schon von Thomas den Daumen hoch.

00:53:40: das heißt freut auf eine Folge zwei, weil dafür wie gesagt ist das Ganze zu spannend.

00:53:49: Thomas bevor wir in die Abmoderation gehen möchten wir einmal Danke sagen für eine Baggerschaufel!

00:53:55: Wir möchten auf jeden Fall danke sagen für unsere Anmeldungen beim Tanzkurs.

00:54:01: Wir möchten Danke sagen Für besondere Aha-Momente, die du uns heute auf jeden fall geschenkt hast und besondere Gleichnisse Bildnisse, die wir mit Sicherheit übernehmen werden.

00:54:14: Und wir enden immer mit so einem kurzen Werbeblock und du wirst gleich sehen ich ende immer mit einer besonders schlechten Verabschiedung zum Schluss.

00:54:23: Möchtest Du uns noch zum Abschluss etwas sagen um das Ganze jetzt auch auf Deiner Sicht final rund zu machen bevor wir mit der Abmoderation beginnen?

00:54:33: Jeder von uns sollte dankbar sein dafür dass wir die Möglichkeit haben zu leben!

00:54:38: Okay Damit hast du unsere Abmoderation auf jeden Fall jetzt schon mal übertroffen.

00:54:44: Ja David, mach da mal was draus bitte!

00:54:48: Also, da gibt's doch nur noch zu sagen Mike Drop.

00:54:51: Ich glaube an der Stelle wurde wirklich alles gesagt.

00:54:54: eine bessere Zusammenfassung hätte man gar nicht liefern können.

00:54:58: Thomas, an dieser Stelle ich freue mich schon riesig auf Teil zwei weil wie wir eben gemerkt haben und Jens ja schon treffend gesagt hat Wir hätten auch jede Menge Fragen zu jedem einzelnen Themenblock neben unserem roten Leitfaden entwerfen können Weil es einfach super spannend ist jemand mit so vielen unterschiedlichen Schwerpunkten in seinem Leben mit dem ins Gespräch zu kommen nach all den Jahren und der Lebenserfahrung, die er hat.

00:55:24: Und allen Schlussfolgerungen, denen er daraus zieht.

00:55:27: also in diesem Sinne wir freuen uns schon auf Teil zwei.

00:55:30: erstmal vielen, vielen herzlichen Dank heute für deine Zeit, die du dir genommen hast und uns geschenkt hast um im Podcast Denkenswert der Podcast überall wo es Podcasts gibt, Werbeblockhaken dran.

00:55:44: Da die Zeit uns geschenkt und gewippmet zu haben.

00:55:47: also vielen vielen herzlichen Dank nach Bonn.

00:55:50: an dich!

00:55:51: Und ja für mich ist war eine wundervolle Reise heute wesentlich länger als wir eigentlich gedacht haben.

00:55:56: Jens hat dazu aber eben schon alles passend gesagt.

00:55:59: bei den Dingen an denen man Spaß hat hält man besonders lange fest.

00:56:03: so war es heute auch wieder mal.

00:56:05: vielen herztlichen dank an alle da draußen an euch an dich Und Jens, mein Lieber.

00:56:10: Herzlichen Dank natürlich an dich!

00:56:12: Liebe geht raus und wir wehren nicht wir wenn nicht unser klassischer Abschied und unser klassisches Endecam.

00:56:19: insofern The Stage oder the mic is yours.

00:56:22: Und ich ende heute ganz schlicht mit Grüßen vom Tschüsseldienst.

00:56:29: Alles Liebe alles Gute bis die Tage.

00:56:32: Bis dahin ciao.

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